Zuschüsse zum Fahrzeug - Kauf

Das müssen Sie wissen:

 

Die Leistungsträger achten darauf, dass das anzuschaffende Fahrzeug nach Größe und Ausstattung den Anforderungen entspricht, die sich aus Ihrer Behinderung ergeben.
Zudem sollte der Einbau der behinderungsbedingten Zusatzausstattung ohne unverhältnismäßigen Mehraufwand möglich sein.

Sie sollten sich für ein Fahrzeug entscheiden, das nach Größe und Ausstattung den Anforderungen entspricht, die sich im Einzelfall aus der Behinderung und dem Verwendungszeck ergeben.

Das bedeutet für Sie, dass Sie Ihr Fahrzeug in diesem Rahmen frei wählen können.


Zwei Bedingungen sind zu beachten:


Die Zusatzeinrichtungen müssen in Ihr Auto einbaubar sein und die Kosten für den Einbau dürfen nicht höher sein als beim Einbau in ein anderes für Sie nutzbares Fahrzeug.

Die Anschaffung eines Gebrauchtfahrzeugs kann auch gefördert werden, wenn es die vorerwähnten Bedingungen erfüllt.
Der Verkehrswert muss mindestens noch 50 Prozent des ehemaligen Neuwagenpreises entsprechen.
Der Gebrauchtwagen darf im Schnitt nicht älter als drei Jahre sein und die Laufleistung sollte nicht mehr als ca. 25.000 Kilometer betragen.

 

Hinweis:

Auch wenn die Leistungsträger lediglich das für Sie günstigste Fahrzeug fördern, haben sie dennoch kein Recht auf Einrede – also auf Ihre persönliche Auswahl des Fahrzeugs.
Wenn Sie sich für ein anderes, größeres Auto entscheiden, müssen Sie die Mehrkosten alleine tragen.


Welche Unterstützung erhalten Sie?

 

  • Im Regelfall wird die Beschaffung eines Kraftfahrzeugs bis zu einem Betrag in Höhe des Kaufpreises, höchstens jedoch max. mit 9.500,00 Euro gefördert.
  • Im Einzelfall wird auch ein höherer Betrag genehmigt, wenn Art und Schwere der Behinderung ein Kraftfahrzeug mit höherem Kaufpreis zwingend erfordern (s. §5 Abs. II der Kfz-Hilfeverordnung).
  • Die Kosten behinderungsbedingter Zusatzausstattung (Umbauten/Anpassungen) bleiben bei der Ermittlung des Kaufpreises unberücksichtigt.
  • Die Förderung zur Kfz-Beschaffung sind abhängig vom Einkommen.
  • Zuschüsse öffentlich-rechtlicher Stellen zur Kfz-Anschaffung, auf die ein vorrangiger Anspruch besteht oder die vorrangig nach pflichtgemäßem Ermessen zu leisten sind, und der Verkehrswert eines Altwagens sind vom o.a. Bemessungsbetrag (Kaufpreis) abzuziehen.
  • ACHTUNG: Die Bemessungsgrundlage für den Zusschuss errechnet sich aus dem Neufahrzeugpreis abzgl. aller gewährten Hersteller Rabatte / Nachlässe, abzgl. des Zeitwertes lt. Schwacke des vorhandenen Fahrzeugs.

Wie wird die Förderung zum Auto berechnet?

 

Die Höhe des Zuschusses zum Kauf eines Fahrzeugs hängt von der Höhe Ihres monatlichen Einkommens ab und ist nach § 5 KfzHV geregelt. Berücksichtigt werden das monatliche Netto-Arbeitsentgelt (Netto-Arbeitseinkommen) und vergleichbare Lohnersatzleistungen. Die Ermittlung des Einkommens richtet sich nach den für den zuständigen Leistungsträger maßgeblichen Regelungen. Das Monatseinkommen wird an einer Bezugsgröße gemessen, die jährlich vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales festgelegt wird.
Für 2016 wurde die Bezugsgröße in den westdeutschen Bundesländern auf 2.905,00 € brutto und in den ostdeutschen Bundesländern auf 2.520,- € brutto festgelegt.

Abstufungstabelle der Förderung
(Stand: 2016, Quelle: Deutsche Rentenversicherung)

 

Einkommen Bezugsgröße
(2012)
Förderung
in %
Förderung
in Euro
bis 1.162 € (< 40%) 2.905 € 100 % 9.500 €
1.163 € bis 1.310 € (< 45%) 2.905 € 88 % 8.360 €
1.311 € bis 1.455 € (< 50%) 2.905 € 76 % 7.220 €
1.456 € bis 1.600 € (< 55%) 2.905 € 64 % 6.080 €
1.601 € bis 1.745 € (< 60%) 2.905 € 52 % 4.940 €
1.746 € bis 1.890 € (< 65%) 2.905 € 40 % 3.800 €
1.891 € bis 2.035 € (< 70%) 2.905 € 28 % 2.600 €
2.036 € bis 2.180 € (< 75%) 2.905 € 16 % 1.710 €

Hinweis:

Ein Anspruch auf weitere Hilfsmittel, z.B. einen Arbeitsplatz-Rollstuhl oder die kostenlose Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs, bleibt von der Kraftfahrzeughilfe unberührt.

 

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